Sanus Religio

Im guten Glauben gesund

Wohin mit unserer Wut?

Seelenhygiene in Corona-Zeiten

Gleich vorab: Es ist vollkommen normal, wenn wir angesichts von Willkür, Ungerechtigkeit, unnötiger Freiheitseinschränkung, vorsätzlicher Schädigung der Volksgesundheit, Korruption, Profit- und Machtgier, Existenzbedrohung, Gefährdung unseres Lebens… und anderer unethischer politischer Handlungen, Entscheidungen und Agendas… wütend werden! Richtig ordentlich gesund wütend werden!

Das nämlich ist der „heilige Zorn“, die berechtigte Wut, die natürlicherweise und biologisch in uns entsteht, weil sie unserem evolutionsgemäßen inneren Entfaltungsauftrag und unserem ureigenen Freiheits-, Wahrheits- und Lebensbedürfnis entgegensteht… und irgendwohin will und MUSS. Denn sonst… macht sie uns krank! Wie im Thomas-Evangelium zu lesen ist:

„Was bei dir bleibt, macht dich krank. Was du ausdrückst, heilt dich!“

Immer mehr ganzheitliche Therapeuten und Ärzte erkennen, dass Wut selbst noch niemand krank gemacht hat, sehr wohl aber unterdrückte, gestaute, versteckte, unerkannte Wut.

Wichtig wäre hier zunächst einmal, die negative Bewertung dieser Emotion grundsätzlich aufzugeben. Ist Wut etwas Schlechtes? Ja, so wurde es uns eingeredet und anerzogen, von Kirche und Eltern, ja auch von gestörten Therapeuten, die immer noch nicht wissen, dass zur Selbstliebe und Heilung die Integration ALLER Gefühle gehört.

Nicht jedoch von Jesus, der voller Wut die Händler aus dem Tempel trieb, mit der Peitsche und lautem Geschrei… und die Tische umwarf und rief: „Ihr habt eine Mördergrube aus meines Vaters Tempel gemacht!“

Eventuell erlebten wir in der Kindheit mehr destruktiv ausgelebte Wut mit schmerzhaftem Liebesentzug, und wir kennen keine konstruktive Form, diese gewaltige Energie auszuleben.

Sicher ist: Jetzt jedenfalls dürfen wir coronamäßig viel Wut haben… und sie muss wohin!

Hm… sollen wir nun Briefbomben verschicken, bei Demos randalieren, Tomaten und Eier werfen, sonstige kriminelle Attentate verüben, unseren Partner schikanieren, die Kinder schlagen, den Hund treten, Porzellan zerbrechen und ständig herumbrüllen…???

Nein, natürlich nicht, das ist außerhalb jeder Diskussion!

Also doch die Wut schlucken, verdrängen, unterdrücken und aufstauen in unserem Organismus oder sonst „irgendwie“ transformieren? Wo wir doch wissen, auch in der psychosomatischen Medizin und nun auch anerkannt in der Neuropsychoimmunologie: Die Wut löst sich dadurch nicht auf, fliegt nicht einfach durchs Fenster weg!

Sie ist wie 1000 Volt und macht etwas… in uns: Depression, Krankheit, Sucht und unbewusste Weitergabe an Unschuldige. Vorallem die ersten Beiden, wie nun überall vermehrt zu lesen ist… bis zu gestiegener Selbstmordrate in vielen Ländern dieser Erde! Kein Wunder!

Doch was ist, wenn wirklich einmal der Gedanke auftaucht: „DEN könnte ich umbringen! Erwürgen, stundenlang ohrfeigen, den Hals umdrehen, erschießen!!“

Was machen wir mit diesen heftigen Energien? Ist das nicht etwas Böses, Verwerfliches, Unanständiges, Sündhaftes? Nein! Diese „ecclesiogene Neurose“, die Spaltung unserer Gefühle durch Kircheneinfluss, beschert uns zwar scheinbare Frömmigkeit und die angstbesetzte, zweifelhafte Verheißung, doch „in den Himmel“ zu kommen, aber auch ein Heer von Symptomen, sei es Migräne (das Wenigste!), Magengeschwüre, Gallensteine, Erschöpfung, Schlaflosigkeit, Fibromyalgie oder gar Krebs.

Manche Menschen haben keinerlei oder kaum Output ihrer Gefühle! Doch nicht einmal Buddha verbot uns, Wut zu fühlen. Was wir jedoch damit machen, ist die wichtige Frage.

Wohin also damit?

Wenn Wut eine große Power-Energie ist, und das ist sie, könnte sie uns helfen, tätig zu werden, zu handeln im Dienste der Wahrheit und Freiheit. Sie könnte uns dazu bringen, aufzustehen und unsere Meinung kund zu tun. Sie kann uns Kraft geben, Demonstrationen und Kundgebungen (friedlich) zu unterstützten. Sie kann uns helfen, Leserbriefe zu schreiben (an die Presse, an div. Medien, Ärzte, Wissenschaftler). Sie bringt uns dazu, Stellungnahmen und Einspruch zu verfassen und Abstimmungen zu unterschreiben. Sie hilft uns, standhaft und charakterfest in der Wahrheit der unabhängigen Fakten zu bleiben und nicht umzufallen.

Und selbstverständlich darf sie jederzeit unter zwei Ohren verbal hinaus geflucht werden!

Fürs Allererste können wir einen Teil davon körperlich ausleben in Sport, Bewegung, Treten-Schlagen-Schreien (z.B. im Wald, letzteres auch im Auto), damit das Fass nicht überläuft oder sich die Emotionen nicht gegen uns selbst richten (diesen Gefallen tun wir denen NICHT!).

Wut hat Sinn und ist wie alle Gefühle erstmal neutral. Wie ein Messer. Mit diesem kann man einem Hungernden Brot schneiden oder zustechen. Das Messer ist einfach ein Messer. Und Wut ist einfach erstmal nur Wut.

Unseren „lieben Kopf“, der beim Glücklichsein schon öfter gestört hat, sollten wir also in diesen Fällen einmal weglassen, damit die Wut einen voll akzeptierten inneren Raum bekommt, wozu dann das Ventil dazu gesucht werden muss und auch gefunden werden kann. Im Notfall hilft ein Gespräch mit bewussten Mitmenschen.

Ach ja, in Japan… war zu lesen… haben findige, gescheite Chefs im Keller ihrer Firma lebensgroße Gummipuppen mit dem Gesicht aller Vorgesetzten installiert… mit Boxerhandschuhen dazu,

wo alle Mitarbeiter bei Anspannungen diesen mit voller Wucht Kinnhaken geben können.

Das Betriebsklima hätte sich dadurch gebessert, die Krankentage seien deutlich vermindert!

Nun denn: Mut zur Wut! Und dasselbe gilt auch für Tränen, die ab und zu geweint werden sollten und die unsere Seele reinigen – nicht nur in diesen Zeiten. Gefühle brauchen stets Ventile!

Und bitte: Unterstützen wir auch unsere Kinder bei diesem Akt von Selbstliebe!

Copyright carmen.wanko@gmx.at 1/22

Buchtipps:

„Wut ist gut“, Dr. Daniel Dufour, Mankau

„Die seelischen Ursachen der Erkrankungen“, Björn Eybl, Ibera

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